i
Kommunikation in der Akademie
Licensed under accessible at https://udk.ai/kaiserslautern
Creative Commons BY-NC-SA :: Daniel D. Hromada, PhD. et PhD. (daniel@udk-berlin.de) @ Lehr-Lern Konferenz RPTU Kaiserslautern
Daniel D. Hromada, PhD. et PhD.
daniel@udk-berlin.de

presented at

Lehr-Lern Konferenz RPTU Kaiserslautern
accessible at https://udk.ai/kaiserslautern
Creative Commons BY-NC-SA

Kommunikation in der Akademie

Bleiben wir bei Mailverteilern und verstreuten Einzelkanälen — oder entscheiden wir uns für eine zeitgemäße, souveräne Kommunikationsstruktur, die wir selbst verwalten und die auch in Jahrzehnten noch tragfähig ist?

Warum ?

Kommunikation an Hochschulen ist oft zersplittert: E-Mail, Messenger, Verteiler, Plattformen und private Gruppen laufen nebeneinander. Das erschwert Zusammenarbeit, kostet Zeit und führt dazu, dass Informationen übersehen werden. Für einen hochschulübergreifenden Verein ist das besonders problematisch.

Deshalb brauchen wir einen gemeinsamen, verlässlichen und nachhaltigen Kommunikationsweg.

Problem: verlorengehende Souveränität

Viele heute genutzte Werkzeuge erleichtern Kommunikation kurzfristig, führen aber langfristig zu mehr Abhängigkeit. Wenn zentrale Kommunikation über Plattformen läuft, die von Konzernen kontrolliert werden, geht (digitale) Souveränität nicht nur verloren, sie verschwindet Schritt für Schritt im laufenden Betrieb. Für Hochschulen ist das keine Nebensache, sondern eine Frage von Verantwortung, Kontrolle, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Die Antwort: offenes Protokoll

Eine Möglichkeit, verlorengehende digitale Souveränität zurückzugewinnen, ist die Nutzung offener Standards statt geschlossener Plattformen. Matrix ist ein solches offenes Protokoll für moderne Kommunikation. Element ist ist die bekannteste App, mit der man Matrix verwenden kann. Ein Homeserver ist der Server, über den eine Hochschule oder ein Verein ihre Matrix-Kommunikation organisiert.

Wichtig ist: Matrix  Element. So wie E-Mail nicht mit Outlook identisch ist, ist Matrix nicht mit einer einzelnen App identisch.

einige deutsche Homeservers

Hochschulen: TU Dresden Ludwig-Maximilians-Universität München Technische Universität München Technische Universität Berlin Humboldt-Universität zu Berlin Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Leibniz Universität Hannover Universität Kassel Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Philipps-Universität Marburg Universität Greifswald Universität Bielefeld Bauhaus-Universität Weimar Universität zu Köln Universität Osnabrück Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Technische Universität Bergakademie Freiberg Ruhr-Universität Bochum Friedrich-Schiller-Universität Jena Georg-August-Universität Göttingen Universität Hamburg Universität Bonn Universität Augsburg RWTH Aachen Universität Stuttgart Universität Bremen Technische Universität Chemnitz

wachsende Liste auf https://docs.chat.tu-berlin.de/first-steps/

einige deutsche Homeservers

Hochschulen: TU Dresden Ludwig-Maximilians-Universität München Technische Universität München Technische Universität Berlin Humboldt-Universität zu Berlin Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Leibniz Universität Hannover Universität Kassel Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Philipps-Universität Marburg Universität Greifswald Universität Bielefeld Bauhaus-Universität Weimar Universität zu Köln Universität Osnabrück Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Technische Universität Bergakademie Freiberg Ruhr-Universität Bochum Friedrich-Schiller-Universität Jena Georg-August-Universität Göttingen Universität Hamburg Universität Bonn Universität Augsburg RWTH Aachen Universität Stuttgart Universität Bremen Technische Universität Chemnitz

wachsende Liste auf https://docs.chat.tu-berlin.de/first-steps/

Argumente


Wie E-Mail, nur zeitgemäßer

Auch bei E-Mail hat nicht jeder dieselbe Plattform, und trotzdem können alle miteinander kommunizieren. Matrix überträgt dieses Prinzip auf Chat und Gruppenkommunikation. 

Föderation statt Plattformzwang

Eine der wichtigsten Besonderheiten von Matrix ist die Föderation: Verschiedene Hochschulen oder Organisationen können eigene Server betreiben und trotzdem direkt miteinander kommunizieren.  Für einen hochschulübergreifenden Verein wie unsere Akademie ist das ein starkes Argument, weil Zusammenarbeit möglich wird, ohne dass alle auf dieselbe Plattform oder denselben Anbieter gezwungen werden.

Hochschulen behalten die Kontrolle

Mit Matrix können Hochschulen ihre Kommunikation auf eigenen Homeservern organisieren. Dadurch bleiben Konten, Zugänge, Moderation und Regeln institutionell steuerbar. Besonders wichtig sind hier auch die differenzierten Rollen- und Rechtekonzepte: Über Power Levels lassen sich Verantwortlichkeiten in Räumen klar regeln, etwa für Moderation, Schreibrechte oder Verwaltung...

Rollen, Rechte und Hierarchien präzise abbilden

... das ist für Gremien, Vorstände, Arbeitsgruppen oder andere organisatorische Kontexte mit klaren Hierarchien und Verantwortlichkeiten deutlich professioneller und in seinen Rollen- und Rechtestrukturen wesentlich feiner ausdifferenziert als gewöhnliche Messenger-Gruppen. 

Struktur statt Chat-Chaos

Matrix bietet nicht nur einzelne Rooms, sondern auch sogenannte Spaces. Damit lassen sich zusammengehörige Räume übersichtlich bündeln, etwa für Vorstand, Arbeitskreise, Projekte oder Veranstaltungen. So entsteht eine navigierbare Struktur statt einer bloßen Ansammlung unverbundener Gruppen

Räume sind benennbar und adressierbar

Ein großer praktischer Vorteil ist, dass "Rooms" und "Spaces" feste, adressierbare Namen haben können. Dadurch lassen sie sich gezielt finden, verlinken und institutionell wiederverwenden. Kommunikation hängt damit weniger von zufälligen Einladungen oder privaten Kontaktketten ab. Für Vereine und Hochschulen ist das wichtig, weil Arbeitsräume so sichtbarer, stabiler und langfristig nutzbar werden als bei vielen üblichen Messenger-Gruppen.

Der Klebstoff zwischen bestehenden Tools

Matrix kann nicht nur als eigener Kommunikationsraum dienen, sondern auch andere Werkzeuge miteinander verbinden. Über Bridges, Bots und Schnittstellen lassen sich, falls erwünscht bestehende Systeme (Signal, Whatsapp, Telegram u.s.w.) einbinden, statt sie isoliert nebeneinander stehen zu lassen...

Kommunikation bleibt als Wissen erhalten

Matrix dient nicht nur der laufenden Abstimmung, sondern auch als durchsuchbares Archiv gemeinsamer Arbeit. Entscheidungen, Hinweise, Dateien und Diskussionen bleiben in Räumen nachvollziehbar erhalten und gehen nicht in privaten Chats oder verstreuten Postfächern verloren.

Demo

Schlussbotschaft und Beschlussfrage

Botschaft: Es gibt heute technisch ausgereifte und leicht einführbare Protokolle, die langfristige Souveränität in der Kommunikation ermöglichen — innerhalb der Wissenschaft ebenso wie über institutionelle Grenzen hinweg.

Frage: Sind wir bereit, bei unserer Kommunikation einen Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität zu gehen?